Einige Links und Pressestimmen

So. Jetzt bin ich fleißig gewesen. Für heute reicht es.

Diese Woche habe ich mir zwei coronafreie Tage gegönnt (nicht ganz eingehalten, aber ziemlich): Ich habe gemerkt, dass mich Corona überwältigt. Was besonders schlimm ist, weil es dabei so vieles gibt, was man nicht ändern kann. Um den Kopf wieder dahinzubekommen, wo er hingehört, habe ich mich darauf konzentriert, dass es auch noch anderes gibt. Das machte mir meinen Blick wieder klar und bewahrte mich davor, mich von Corona überwältigt zu fühlen. Kann ich nur empfehlen…. In diesen Zeiten ist Psychohygiene nicht minder wichtig wie Hygiene.

Kekule (den Link schickte mir eine Freundin, dankeschön!) fand ich jetzt nicht in allen Einzelheiten überzeugend. Aber im Unterschied zu vielen anderen Stimmen, erlebe ich ihn als sachlich und gescheit,, jemand mit dem man reden kann. Wohltuend!

https://www.ardaudiothek.de/kekul-s-corona-kompass/kekul-15-der-statistische-geburtsfehler-der-covid-19-fallzahlen/73921116

 

Interview mit Juli Zeh (leider kostenpflichtig) (Die Autorin und Verfassungsrichterin Juli Zeh über Handytracking, Denunzianten und die Politik der Angst.) Tipp bekam ich von der Tochter.

https://www.sueddeutsche.de/kultur/juli-zeh-corona-interview-1.4867094?reduced=true

 

Zum Thema Zunahme häusliche Gewalt:

https://www.spiegel.de/panorama/coronavirus-und-haeusliche-gewalt-wir-muessen-leider-mit-dem-schlimmsten-rechnen-a-85a95dba-eef6-4986-bf37-fed460027deb

 

Gefährliches Zögern: Aus Angst vor Corona bei Notfällen nicht ins Krankenhaus

https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/corona-weniger-notfallpatienten-mit-schlaganfall-und-herzinfarkt-waehrend-pandemie-a-44e44d21-7250-4b39-b26f-df42b5c2403c

 

Und dann noch ein paar Pressestimmen vom 4.4. (Deutschlandfunk)

In der TAZ geht es um die Medienkritik des Virologen Christian Drosten, der sich über eine aus seiner Sicht ungerechtfertigte Polarisierung in der Berichterstattung beklagt hatte: „Redaktionen müssen sich bewusst sein, welcher Belastung sie diejenigen aussetzen, die sie ins Rampenlicht schieben. Dass die Konsequenzen sicher sind: Hassmails am Wochenende. Warum muss ein Sender einen Herrn Drosten täglich am Mikro verheizen? Es gibt noch andere Virologen in Deutschland, die dasselbe Wissen haben. Warum wird der Mann prioritär zitiert? Selbst auf eine Presseanfrage der taz diese Woche kam als Antwort von der einen Gesundheitsbehörde, man solle Drosten fragen. Hat der Rest des Landes verlernt, Fragen zu beantworten?“ Das war ein Kommentar der TAZ.

Die HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG fordert: „Es muss für die Politik demnächst auch wieder darum gehen, auf andere Experten zu hören und das weit in Richtung Unfreiheit ausgeschlagene Pendel wieder in Bewegung zu bringen. Dabei ist bedrückend klar: Das Virus wird bleiben. Die Politik der Abschottung war hart, aber im Grunde einfach. Die Politik der dosierten Vorsorge wird eine Kunst.“

Die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG sieht die Gefahr, dass Populisten langfristig von der Coronakrise profitieren könnten: „Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie sind gravierend. Können Massenarbeitslosigkeit und Armut nicht verhindert werden, liefert das populistischen Politikern fruchtbaren Boden. Zudem wirkt die Corona-Krise schon jetzt wie ein Vergrößerungsglas auf soziale Ungleichheiten: zwischen jenen, die die Ausgangssperre in ihren Ferienhäusern auf dem Land abwarten, und jenen, die zu viert oder fünft in Zweizimmerwohnungen festsitzen. Zwischen jenen, die als Kassierer, Lieferanten oder Busfahrer weiter zur Arbeit gehen, und jenen, die im Home-Office vor Ansteckungen geschützt sind. Jede Polarisierung der Gesellschaft suchen Populisten für sich zu nutzen“, warnt die NZZ aus der Schweiz.

 

 

 

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