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Februar/März 2020

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

Sie sind beabsichtigt oder aus Versehen auf einer Webseite gelandet, die es jetzt seit gut einem Jahr gibt.

Das Schreiben macht mir Spaß (auch wenn der Anlass oft Themen sind, bei denen mir – wie man hier im Badischen sagt –  „das Messer im Sack aufgeht“) .Ich hoffe, dass Ihnen das Lesen meiner Beiträge nicht weniger Vergnügen macht als mir das Schreiben. Und ich hoffe, dass ich dem Druck widerstehe, möglichst häufig was Neues einzustellen. Sondern dass ich bei meinem Vorsatz bleibe: Wenn mir was Gescheites einfällt, schreibe ich. Wenn nicht, dann nicht!  

Aber es geht nicht nur um „eigene Produkte“. Ich finde so viel Interessantes, Witziges, Bemerkenswertes, Geistreiches von anderen Leuten, das meiner Meinung nach weiter verbreitet werden sollte. Aber auch hier: Ich bin kein „Influencer“ der täglich für was Neues werben muss. 

Dass ich viel fotografiere, ist unübersehbar, inzwischen komme ich auch mit der Technik des Hochladens der Bilder  – ein bisschen – besser zurecht.

Ach ja…. und zu mir „persönlich“ sollte ich auch noch was sagen, damit Sie wenigstens eine Ahnung haben, mit wem Sie es zu tun haben:

Ich bin geboren als es noch keine Laptops, keine Handys, kein Internet gab. Also weit, weit zurück im letzten Jahrtausend., Ich bin (immer noch und immer noch gern und hoffentlich auch gut) als Psychotherapeutin in eigener Praxis tätig.

Zunächst hatte ich allerdings das Diplom in katholischer Theologie gemacht (was ich unter „Jugendsünde“ verbuche), war einige Jahre im kirchlichen Dienst, habe aber recht bald eingesehen, dass es riskant ist, auf einen einzigen Arbeitgeber angewiesen zu sein. Deshalb studierte ich Psychologie und machte die Ausbildung zur Psychoanalytikerin.

Vier  Bücher habe ich bislang veröffentlicht. In den 90er Jahren im Kreuzverlag: „Vom ersten Schrei zur ersten Liebe“ mit dem Untertitel „Ein Aufklärungsbuch für aufgeklärte Eltern“. Es  folgte „Ohne Jeans und Pille“ (Untertitel: „Als ‚man‘ noch heiraten musste“). Das ist ein kleines (antiquarisch immer noch erhältliches Bändchen), in dem ich in kurzen Artikeln Zitate der Autoritäten aus Medizin, Juristerei und Kirche aus den 50er- und 60er Jahren anführe und kommentiere. Tja… was damals „wissenschaftlich erwiesen“ oder „heiligstes Glaubensgut“ war, ist heute auf dem Misthaufen. Und die damaligen Autoritäten würden verdammt ungern daran erinnert werden, welchen Stuss sie damals von sich gaben. Was uns lehren sollte, dass es mit den heutigen „sicheren Erkenntnissen“  der derzeitigen „Experten“ genauso gehen könnte. Gehen wird.

2017 erschien bei BoD „Der Kirchenrechtsprofessor nimmt Vernunft an, wird mit mir glücklich und stirbt“:  Eine Teil-Bografie meines 2013 verstorbenen Mannes. Der war Professor für katholisches Kirchenrecht in Tübingen (zusammen mit Josef Ratzinger – inzwischen besser bekannt als Benedikt XVI -, Hans Küng und Norbert Greinacher). Er warf 1977 den Bettel hin, d.h. er gab die kirchliche Lehrerlaubnis zurück (bis heute ein Alleinstellungsmerkmal, nach allem was ich weiß) und verließ die katholische Kirche (wie ich auch). Mit gewissem Recht nannte jemand das Buch (das zum großen Teil aus „Originaldokumenten“ besteht), einen Erotik-Krimi. Aber es decouvriert nicht minder (so meine ich wenigstens) die Machtmechanismen, die Methoden der Unterdrückung und Denunziation in der katholischen Kirche.Wobei ich weiß, dass es in anderen Institutionen keinen Deut besser zugeht. Aber das ist weder eine Entschuldigung, noch macht es die Sache weniger schlimm.

 Im Oktober 2019 erschien im Alibri-Verlag  in der Reihe „Konzeptionen des Humanismus“ (herausgegeben von Horst Groschopp) ein Sammelband mit einer Auswahl eigener alter und neuer Artikel erschienen: „Tätiger Humanismus – Historische Beiträge zu aktuellen Debatten“. Im Frühjahr ist bereits in derselben Reihe  der Band „Humanismus und Kirchenkritik – Beiträge zur Aufklärung“ mit Artikeln meines Mannes herausgekommen. Dazu nabe ich als eine Art Resumée „“Von der Theologie zum Humanismus – eine gemeinsame Entwicklung“ beigesteuert.   

Etliche Jahre war ich berufspolitisch aktiv (Delegierte in der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung und der Psychotherapeutenkammer, sowie als leitende Redakteurin der Verbandszeitschrift meines Berufsverbandes). Daneben und danach habe ich mich seit den 90er Jahren (mal mehr, mal weniger) in der Flüchtlingsarbeit engagiert. Ganz wichtig ist mir mein bürgerrechtliches Engagement (Humanistischen Union und in der Giordano-Bruno-Stiftung).

Wäre schön, wenn Sie meine Seiten gut fänden. Wenigstens das eine oder andere…

Vielleicht gibt es ja mal eine Rückmeldung von Ihnen?

Ursula Neumann