Das hat uns gerade noch gefehlt! „Corona-Cave-Syndrom“

Von Corona-Burnout und Long-Covid…..

Gestern las ich im Anschreiben einer an sich renommierten Psycho-Klinik: „Als Heiligenfeld Kliniken war es uns im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bereits früh ein Anlegen, Hilfe anzubieten… Sowohl zur Behandlung bei Corona-Burnout als auch im Hinblick auf die langfristigen Folgen einer SARS-Cov-2-Infektion („Long Covid“)…“

Ich dachte: Naja, auch Kliniken müssen sehen, wo sie bleiben. Womit ich mit dieser Bemerkung lediglich meiner Skepsis gegen die exponentielle Vermehrung neuer Krankheitsbilder Ausdruck verleihe und keinesfalls unter die grundsätzlichen Long-Covid-Leugner eingeordnet werden will… Was es mit Long-Covid auf sich hat, kann ich nicht wirklich fundiert beurteilen.     

…zum Corona-Cave-Syndrom… 

Heute (4.7.21) nun berichtet die Tagesschau über die Entdeckung des „Cave-Syndroms“: „Wenn die Normalität Angst macht“.

…“ Vor der Pandemie war der Alltag von Remo Schneider vollgepackt. Der Student aus Böblingen könnte auch jetzt wieder viel unternehmen. Er ist doppelt geimpft, die Inzidenzzahlen sind sehr niedrig, die Corona-Schutzmaßnahmen gelockert. ‚Wenn ich daran denke, dass ich mich wieder mit vielen Freunden treffen oder in ein Restaurant gehen könnte, habe ich irgendwie ein unangenehmes Gefühl.‘ ….Auch die Vorstellung, in vollen Bussen oder Bahnen zu sitzen, führt dazu, dass er weiterhin aufs Rad ausweicht. Massenevents wie Konzerte bleiben für ihn erstmal unvorstellbar…“

…und weiter zu einem neuen Geschäftsmodell ???

Es kam, wie es kommen musste: Die ersten Studien Studie zum „Cave-Syndrom“ sind schon erschienen. Immerhin bei knapp die Hälfte der US-Amerikaner (egal ob geimpft oder nicht) seien entsprechende Symptome feststellbar! Noch ist sich ‚die Forschung‘ nicht sicher, wo und wie das einzuordnen ist: Angststörung? Oder gehört es eher zum depressiven Formenkreis? Oder ist es am Ende normal und gibt sich wieder von allein? Was Gott verhüten wolle!

Ich kenne meine Pappenheimer (gehöre ja selber zur Zunft): Es wird nicht mehr lange dauern, da ist das erste Manual zur Behandlung des „Cave-Syndroms“ für PsychotherapeutInnen käuflich zu erwerben. Parallel werden Fortbildungen angeboten, an deren Ende man das Zertifikat „diplomierter Cave-Syndrom BehandlerIn“ erwirbt. (Nebenbei: Das Anbieten von Fortbildungen ist finanziell deutlich lohnender, als selbst zu behandeln – so wurde mir aus berufenem Munde mitgeteilt.)

Die so Zertifizierten werden ihre Dienste anbieten und irgendwann entsteht die erste Corona-Cave-Syndrom-Klinik. Zu Herzen gehende Berichte von Opfern des Syndroms sowie von wahnsinnig seriös wirkenden Cave-Experten werden uns die Schwere und weite Verbreitung dieser weiteren Folge von Corona so richtig ins Bewusstsein bringen und dort verankern.

Corona hat viele Folgen… unter anderem einige neue Geschäftsmodelle.  

 

 

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