Konstanz vaut le voyage. Diesmal: Häuser, Türen, Fenster, Erker, Giebel

Zu Fuß brauche ich in die Schweiz – genauer nach Kreuzlingen – so ungefähr eine halbe Stunde. Und weil ich dringend noch Schweizer Mohrenköpfe (politisch korrekt: Schaumküsse mit Migrationshintergrund) besorgen musste, machte ich mich auf den Weg, natürlich mal wieder „querfeldein“. Also, nicht gerade querfeldein, denn Felder gab es keine. Aber eben nicht auf der Diretissima. Ich kam immer mehr an Häusern vorbei, die zu Beginn des vorigen Jahrhunderts gebaut wurden. Wunderschön, mit viel Liebe zum Detail. Einmal mehr dachte ich: Was für ein Glück für Konstanz, direkt neben der Schweiz zu liegen. Nur so entging die Stadt dem Schicksal so vieler anderer Städte, die im zweiten Weltkrieg dem Erdboden gleichgemacht wurden. Wie viele Kostbarkeiten sind zerbombt, verbrannt worden. Und offensichtlich kam im Wirtschaftswunderland auch niemand auf die Idee, diese Häuser als altbacken zu empfinden, abzureißen und an ihrer Stelle waaaahnsinnig moderne und ach so sachliche Betonarchitektur hochzuziehen. 

Ich dachte: „Da muss ich irgendwann mal fotografieren.“ Und dann – ich hatte wie fast immer den Rucksack mit der Kamera dabei: „Wann, wenn nicht jetzt – wer, wenn nicht ich?“ 

Wenn Sie jetzt glauben, was Sie nachstehend sehen, sei alles, dann täuschen Sie sich schwer. Nein, es ist noch nicht mal die Hälfte von dem, was ich fotografiert habe und nur ein Bruchteil der Gebäude, die sehenswert sind. Aber es war einer der wenigen Tage in diesem Winter, in dem die Temperatur unter 20 Grad betrug und ich fror ein bisschen an die Finger. Das mag auch erklären, dass manche der Aufnahmen suboptimal sind: mal fehlt eine Winzigkeit oben, mal eine Kleinigkeit unten. Egal. Ich finde, Sie könnten trotzdem beeindruckt sein.

        

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