Aus für Impfstoff „Sputnik“ in Bayern. Oder „das Ende einer Luftnummer“

Die Meldung hatte ich mir zwar schon vor drei Wochen notiert, aber sie soll nicht ganz untergehen (wie so vieles in meiner Sammlung):

„Söder kommt zu spät“

Die Geschichte, von der am 25.02.2022 in der Süddeutschen unter der Überschrift „Söder kommt zu spät“ berichtet wird:

Im April 2021 war der Impfstoff in Deutschland knapp und der Druck groß.

Deswegen schien es dem ersten aller Bayern eine gute Idee, mit der russischen Pharmafirma R-Pharm Germany eine Absichtserklärung über den Ankauf von 2,5 Millionen Dosis des Impfstoffs „Sputnik“ zu unterzeichnen. Für einen „bis heute in Europa nicht zugelassenen Impfstoff“, wie es in dem Kommentar heißt. Naja, ein Teil von Russland dürfte doch immer noch zu Europa zählen, oder habe ich da was nicht mitbekommen??

Wozu das Ganze? Der Impfstoff hätte „frühestens“ im Sommer 2021 geliefert werden können und bis dahin – so die Experten – sei Impfstoff im Überfluss vorhanden. Naja, man weiß inzwischen, was ich generell von „Experten“ halte, aber diesmal behielten sie recht. Im Sommer 2021 sei „Söder schon längst auf Werbetour gegangen […], damit sich überhaupt noch jemand findet, der sich die Vakzine von Biontech und Moderna in den Oberarm spritzen lässt.“

Inzwischen legt Bayern die „Pläne aufs Eis, russischen Impfstoff im schwäbischen Illertissen herzustellen. Auf diese Idee hätte man durchaus früher kommen können.[…] Es ist das Ende einer von Beginn an durchsichtigen PR-Luftnummer.“

 

Und noch so was : Aktueller Stand von Söders „Aufbau von Europas größter Raumfahrtfakultät“

Was mich an eine andere Söder-Geschichte erinnert: Im Landtagswahlkampf landete er einen Coup: „ein kühnes Raumfahrtprogramm für den Freistaat mit dem noch kühneren Namen „Bavaria One“. Es sollte um nichts Geringeres gehen als „den Aufbau von Europas größter Raumfahrtfakultät“.

Am 02.02.2022 fragte die Süddeutsche nach: „Was wurde aus Söders Raumfahrtprogramm?“

Wenn ich es richtig verstanden habe, besteht die Hauptaktivität derzeit darin, dass sich die Gemeinden Ottobrunn und Taufkirchen, wo das Wunderwerk angesiedelt sein soll, heftig um die Verkehrsanbindung streiten. Mindestens der Ausbau einer U-Bahn-Strecke nach Ottobrunn muss drin sein, fordert der dortige Gemeinderat.

Bin ich dafür. Unbedingt! Denn in Ottobrunn wohnt eine Verwandte von mir.

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