Winter – abkühlendes Gedicht von Heinrich Heine angesichts der Hitzewelle

Die Hitzewelle rollt an. Wenn schon der britische (!!) Wetterdienst zum ersten Mal in seiner Geschichte Alarmstufe Rot ausgerufen hat, dann muss es wirklich ernst sein. Zwar bemäkeln das einige konservative Abgeordnete als Panikmache, sei es weil sie es als Stimmungsmache gegen Boris Johnson erleben oder den Klimawandel überhaupt als eine Erfindung von Spinnern sehen  – aber ich fühle mich ethisch verpflichtet, vorausschauend für ein wenig Abkühlung für Sie zu sorgen.

In der Süddeutschen Zeitung vom 14. Juli fand ich im „Streiflicht“ ein kurzes Zitat aus einem Heine-Gedicht. Hier finden Sie es komplett – garniert mit einem winterlichen Foto – und ich wünsche Ihnen eine gute Abkühlung:

  Winter

Die Kälte kann wahrlich brennen
Wie Feuer. Die Menschenkinder
Im Schneegestöber rennen
Und laufen immer geschwinder.

Oh, bittre Winterhärte!
Die Nasen sind erfroren,
Und die Klavierkonzerte
Zerreißen uns die Ohren.

Weit besser ist es im Summer,
Da kann ich im Walde spazieren,
Allein mit meinem Kummer,
Und Liebeslieder skandieren.

Heinrich Heine (1797-1856)

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