Das lustige Ratespiel: Wer weiß, was gerade gilt? Beispiel Quarantäne und Beispiel Zertifikat-Chaos

Eine mir nahestehende Person hat gerade Corona. Wirklich kein Alleinstellungsmerkmal mehr! Inzwischen sind von 83 Millionen Einwohnern der BRD 13.445.094 infiziert oder infiziert gewesen (Stand 19.2.22). Die Infektion ist für die mir näherstehende Person auch nicht so das Problem. Sondern die Frage:  wie kommt sie wann wieder aus der Quarantäne heraus. Der Versuch, zu dieser Frage eine gleichermaßen  zuverlässige wie verständliche Information zu erhalten, wäre fast geglückt. Aber dann wurde sie darauf aufmerksam gemacht, dass die fragliche Internetseite die Bestimmungen in Österreich auflistet.

Wem es ähnlich geht, dem rate ich, keinesfalls am eigenen Verstand zu zweifeln.

Zertifikat-Chaos – ist das die neue Beschäftigungstherapie?

Als Beleg möge mir die verzweifelte Schilderung einer pharmazeutisch-technischen Assistentin dienen, bei der es um das „Zertifikats-Chaos“ geht.

 Ich zitiere:

„Wie lange gilt nun der Genesenenstatus – und wie sieht es mit Corona-Infektionen aus, die zwischen zwei Impfungen passieren? Tja, schlüssige Antworten auf diese berechtigten Fragen hat gerade leider keiner.

[… ]Was gilt nun, wenn der vor uns stehende Kunde nicht nur den Impfpass in der Hand hält, sondern auch einen Genesenennachweis zu einer Infektion, die zwischen der ersten und zweiten Impfung stattgefunden hat? Ist er dadurch automatisch geboostert?[…]

Verwirrt sind die Menschen außerdem darüber, dass die Gültigkeit digitaler Impfzertifikate über eine vollständige Grundimmunisierung (zwei Impfungen) von zwölf auf neun Monate verkürzt wurde, die der Auffrischungsimpfung allerdings nicht begrenzt ist. Zudem sind Genesenenzertifikate für Ungeimpfte auf EU-Ebene 180 Tage, also sechs Monate lang, gültig, innerhalb Deutschlands wurden sie am 15. Januar 2022 auf drei Monate verkürzt und im Februar wieder verlängert. Genesenenzertifikate für zuvor geimpfte Personen blieben damals wie heute allerdings weiterhin 180 Tage lang gültig […]

Je nachdem, zu welchem Zeitpunkt sich die Menschen nun ihr Zertifikat in den Apotheken haben ausstellen lassen, stehen aufgrund verschiedener technischer Änderungen unterschiedliche Ablaufdaten auf dem Papier. Hat ein bislang ungeimpfter Genesener sich sein Zertifikat im Januar geholt, weist es 180 Tage Gültigkeit aus. Hat er es Anfang Februar bekommen, stehen ihm nur noch bis 90 Tage nach Infektionsbeginn alle Einkaufsmöglichkeiten offen, hat er es aber erst nach dem 10. Februar ausstellen lassen, werden ihm (vorerst) wieder 180 Tage attestiert, was aber innerhalb Deutschlands bei einer genaueren Prüfung nicht anerkannt werden muss.[…] Die Änderungen, die sich ergeben haben, werden außerdem nicht automatisch in der CovPass-App umgestellt. Das bedeutet, dass sich die Betroffenen wieder zur Apotheke bemühen müssen, um ein neues Zertifikat zu erhalten.[…]

Mein Rat an Apotheker und Kunden: Hebt alles auf

[…].Ich empfehle meinen Kunden…: alle Zertifikate – ob physische oder in die App eingetragene – zu behalten und weder zu löschen noch wegzuwerfen. Wer weiß, vielleicht gibt es ja demnächst wieder die Rolle rückwärts und alle, die wir vor der aktuellen Änderung bis zum Februar ausgestellt haben, werden wieder gültig?

 

Mein Vorschlag: Wir basteln uns ein Quiz!

Fragen über Fragen! Aber eines ist sicher: Mit so einer Beschäftigungstherapie kommt keine Langeweile auf! Einfallsreiche Leute könnten auch ein unterhaltsames und lehrreiches  Quiz entwickeln. Oder ein Covid-Monopoly mit Ereigniskarten „du hast 13 Stunden zu früh die Quarantäne verlassen. Setze eine Runde aus!“ – „Dein Impfzertifikat wurde überprüft und ist auf dem neuesten Stand – rücke drei Felder vor.“ – „Du hast bei einem Wettbewerb des RKI zu Corona 89 von 100 Fragen korrekt beantwortet – rücke vor bis auf Los, wo dich Gesundheitsminister Lauterbach zu einem Glas Champagner erwartet.“  

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